27. April 2011

CO2-Endlager in Schleswig-Holstein gescheitert - BUND: Jetzt muss Brandenburg folgen!

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt die Entscheidung von RWE, in Schleswig-Holstein aus der sogenannten CCS-Technologie auszusteigen und fordert die Landesregierung in Potsdam und den Energiekonzern Vattenfall auf, diesem Vorbild in Brandenburg zu folgen. Wie nun bekannt wurde, hat RWE ihre Konzessionen für Probebohrungen in Ostholstein und Nordfriesland aufgrund „starker Vorbehalte“ aus der Bevölkerung zurückgegeben. Dies sei ein großer Erfolg für den BUND und die Bürgerinitiativen vor Ort und zeige, dass sich eine Risikotechnologie gegen den Willen der Bevölkerung nicht durchsetzen lasse, so der Umweltverband.


Axel Kruschat, BUND-Landesgeschäftsführer: „In Schleswig-Holstein wurde ein wichtiger Meilenstein für den bundesweiten Stopp der Kohlendioxidabspeicherung gesetzt. RWE war neben Vattenfall der Konzern, der in Deutschland die Errichtung von CO2-Endlagern vorangetrieben hat und damit schmutzigen Kohlekraftwerken ein grünes Mäntelchen umhängen wollte. Mit ihrer Entscheidung gegen diese Technologie ist RWE jetzt vorweggegangen. Wir fordern Ministerpräsident Platzeck und Vattenfall auf, die Sicherheitsinteressen der Bevölkerung ebenfalls ernst zu nehmen und die CCS-Pläne auch in Brandenburg endgültig zu begraben.“

Auch für Brandenburg gelte es, Investitionsruinen zu vermeiden und die Bevölkerung von Berlin und Brandenburg vor den vielfältigen Risiken der Technologie zu bewahren. Milliarden von Forschungsgeldern müssten in eine konsequente Energiewende statt in eine weitere Risikotechnologie investiert werden. Der couragierte Ausbau der Erneuerbaren Energien und ambitionierte Energieeinsparprogramme seien der einzige Schlüssel zu mehr Klimaschutz und einer zukunftsorientierten Energieversorgung.


Pressekontakt: Axel Kruschat, BUND Brandenburg, Tel.: 0331-23700141, bund.brandenburg@bund.net bzw. Robert Pörschmann, BUND-Energieexperte, Tel.: 030-27586-433, robert.poerschmann@bund.net




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