BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


14. Februar 2011

Brandenburg als CO2-Endlager verplant

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht sich durch die jetzt veröffentlichten Standortdaten der möglichen Verpressungsgebiete von Kohlendioxid in seiner Kritik an der Klimaschutzpolitik im Land Brandenburg bestätigt. Zu den 408 Standorten, die laut einer Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften als CO2-Endlager in Frage kommen, gehören Kehrberg bei Groß Pankow (Prignitz), Kyritz und Schweinrich (Ostprignitz-Ruppin), Ragösen bei Belzig (Potsdam-Mittelmark), Rhinow (Havelland), Kremmen (Oberhavel), Prenzlau (Uckermark), Eberswalde (Barnim), Strausberg und Prötzel (Märkisch Oderland), Markgrafpieske und Mittweide bei Tauche (Oder-Spree) sowie Streganz (Dahme-Spreewald).

BUND-Landesgeschäftsführer Axel Kruschat: „Die Landesregierung will die Klimaschutzziele im wesentlichen durch die CCS-Technologie erreichen. Das bedeutet, dass von 2020 bis 2030 ansteigend bis zu 20 Mio. Tonnen Kohlendioxid pro Jahr verpresst werden müssen. Vattenfall möchte sogar alle CO2-Emissionen der Lausitzer Kraftwerke (also auch von Boxberg in der sächsischen Lausitz) in den brandenburgischen Lagerstätten verklappen. Die jetzt vorliegenden Karten beweisen, dass CCS klimapolitisch in die Sackgasse führt.“ Der BUND setzt auf die Nutzung erneuerbarer Energiequellen und auf effizienteren Energieeinsatz und verweist darauf, dass Brandenburg schon jetzt ein Energieexportland ist. Der BUND ist entsetzt, dass versucht wurde, die potenziellen Verpressungsstandorte der Öffentlichkeit zu verschweigen.


Für Rückfragen: BUND-Landesgeschäftsstelle, Tel. (0331) 237 00 141


Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/browse/29/artikel/brandenburg-als-co2-endlager-verplant/