17. Februar 2011

BUND-Vorsitzender: Straßenunterhalt statt Neubauvorhaben

Der Vorsitzende des Landesverbandes Brandenburg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Burkhard Voß hat sich heute in der Anhörung des Ausschusses für Infrastruktur und Landwirtschaft im Landtag kritisch zur Gesetzesvorlage zum Landesstraßenbedarfsplan geäußert. Der BUND fordert den Landtag auf, die Prioritäten auf den Straßenerhalt zu setzen und auf verkehrs- und umweltpolitisch fragwürdige Neubauvorhaben zu verzichten.

Voß verwies auf ein Gutachten des Parlamentarischen Beratungsdienstes, der bemängelte, dass nur 4 von 18 Straßenbauprojekten im Landesstraßenbedarfsplan einer detaillierten Strategischen Umweltprüfung unterzogen wurden.

Der BUND betrachtet Ortsumgehungsstraßen kritisch, da in vielen Fällen die Anlieger an der Ortsdurchfahrt nur geringfügig entlastet werden und Lärm und Abgase in andere Ortsteile oder sensible Landschaftsräume verlagert werden.

Als Beispiel nannte Voß die Ortsumgehung Güterfelde am Flughafenzubringer L 40. Kritikpunkt des BUND ist auch die geplante Anbindung von Welzow über die L 522 / L 531, obwohl über den Tagebau Welzow-Süd II noch nicht entschieden wurde. Voß appellierte an die Landtagsabgeordneten, die Ortsumgehung Falkensee im Zuge der L 20 / L 201 aus dem Landesstraßenbedarfsplan zu streichen. „Der Durchgangsverkehr hat in Falkensee nur einen Anteil von 8 Prozent, Landschaftsschutzgebiete und FFH-Gebiete würden zerstört werden“, begründete der BUND-Vorsitzende seine Ablehnung dieses Vorhabens.



Für Rückfragen: BUND-Landesgeschäftsstelle, Tel. (0331) 237 00 141




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