BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


30. September 2010

Öffentliche Anhörung der Vertreter der Volksinitiative "Rettet Brandenburgs Alleen!" am 30. September

Am 12. August diesen Jahres wurden 26.758 Unterschriften für die Volksinitiative "Rettet Brandenburgs Alleen!" an den Landtag übergeben. Mittlerweile wurden die Unterschriften überprüft und somit festgestellt, dass die Volksinitiative zulässig ist. Daher findet bei der 10. öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Landwirtschaft eine Anhörung der Vertreter der Volksinitiative am 30. September um 13.30 Uhr im Landtag Brandenburg, Raum 137 (Am Havelblick 8, 14473 Potsdam) statt. Im Zuge der Anhörung bekommen 5 Vertreter der Volksinitiative die Gelegenheit, die Forderungen zu begründen. Dazu sagt Wolfgang Ewert vom NABU: "Die Alleen in Brandenburg müssen aufgrund ihrer Bedeutung für das Landschaftsbild, als Lebensraum für Tiere und für den Klimaschutz mindestens in ihrer heutigen Ausdehnung erhalten bleiben." In der Alleenkonzeption des Landes Brandenburg wurde hingegen festgestellt, dass pro Jahr lediglich 5.000 Alleebäume neu gepflanzt werden, obwohl bis zu 9.000 gefällt werden müssen. "Dadurch wird ein drastischer Rückgang des Alleenbestandes in Kauf genommen", so Axel Heinzel-Berndt vom BUND. Er erklärt weiterhin: "Laut Brandenburgischem Naturschutzgesetz müssen Alleebaumverluste rechtzeitig und in ausreichendem Umfang ersetzt werden. Die Alleenkonzeption ist somit nicht mit der geltenden Rechtslage vereinbar." Gisela Ziehm ergänzt: "Ein pfleglicher Umgang mit den Alleebäumen kann deren Lebensdauer erheblich verlängern, denn durch übermäßigen Einsatz von Tausalz oder unsachgemäße Baumschnitte ist ein Großteil der Bäume schon heute stark geschädigt."


Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/browse/31/artikel/oeffentliche-anhoerung-der-vertreter-der-volksinitiative-rettet-brandenburgs-alleen-am-30-septem/