19. März 2008
BUND legt Widerspruch gegen Genehmigung der Metallrecyclinganlage in Brandenburg ein
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Anfang März gegen die Genehmigung der Metallrecyclinganlage in Brandenburg an der Havel Widerspruch eingelegt. Der Umweltverband verweist darauf, dass sich der Standort am Quenzsee im Landschaftsschutzgebiet „Brandenburger Wald- und Seengebiet“ befindet.
BUND-Landesgeschäftsführer Axel Kruschat: „Durch den Schrottplatz und die Kaianlage wird das Naherholungsgebiet, das von Wassersportlern und Wanderern genutzt wird, beeinträchtigt.“ Das Landschaftsbild und die als Biotop geschützte Ufervegetation würden geschädigt. Der Naturschutzverband führt an, dass die Schredderanlage in nur 250 Metern Entfernung vom Europäischen Vogelschutzgebiet „Mittlere Havelniederung“ geplant wurde. Außerdem wird auf die erheblichen Lärmbelästigungen und auf die Gefährdung des Trinkwassereinzugsgebietes hingewiesen.
Der BUND hält unverzügliche Maßnahmen der Genehmigungsbehörde für notwendig, da durch den vorzeitig aufgenommenen Betrieb der Anlage die Umwelt bereits geschädigt wird.
Vor über einem Jahr hatten der BUND und andere Naturschutzverbände in einer Stellungnahme grundsätzliche Bedenken gegen die Metallrecyclinganlage und den Umschlagplatz erhoben. In diesem Schreiben vom Januar 2007 heißt es: „Sowohl in der Errichtungsphase als auch im Betrieb der Anlage gehen erhebliche Störwirkungen durch Lärm- und Staubemissionen und Bewegungen auf angrenzende FFH- und Vogelschutz-Gebiete aus.“
Pressekontakt: Axel Kruschat, Landesgeschäftsführer, Tel. 0331-23700141, E- Mail: bund.brandenburg@bund.net; Maik Heunsch, Pressestelle, Tel. 0331-23700142, E-Mail: presse.brandenburg@bund.net