27. Oktober 2007

Bundesweites Bündnis „Zukunft statt Braunkohle“ unterstützt Brandenburger Volksinitiative

Ein bundes- und europaweit agierendes Netzwerk aus Umweltverbänden und lokalen Bürgerinitiativen unterstützt seit heute die am 8. Oktober gestartete Volksinitiative „Keine neuen Tagebaue – für eine zukunftsfähige Energiepolitik.“ Dies ist ein zentrales Ergebnis des heutigen zweiten Bürgerforums in Cottbus.

Namhafte Wissenschaftler und Experten durchleuchteten kritisch die Braunkohlenutzung in Brandenburg und deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Das Aktionsbündnis „Zukunft statt Braunkohle“ stellte sich klar hinter die Brandenburger Volksinitiative „Keine neuen Tagebaue – für eine zukunftsfähige Energiepolitik.“ Mit einer Unterschriftensammlung und einer Gesetzesvorlage plant der Initiativkreis der Volksinitiative in Brandenburg mittelfristig aus der Braunkohleverstromung auszusteigen.

Dazu Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND NRW und Sprecher des bundesweiten Aktionsbündnisses: „Wer heute neue Braunkohletagebaue plant, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt und verpasst die Chance für eine zukunftsfähige, das Klima schonende Energieversorgung. Die Zwangsumsiedlung tausender Menschen, die großräumige Landschaftszerstörung und irreparable Eingriffe in den Gewässerhaushalt sind durch nichts gerechtfertigt. Tagebaue sind der Super-GAU für Mensch, Umwelt und Klima. “

An der Tagung nahmen auch viele betroffene Bürger aus den von der Abbaggerung bedrohten Dörfern teil. René Schuster GRÜNE LIGA „Im Lausitzer Braunkohlenrevier lehnen nicht nur direkt Betroffene, sondern auch die scheinbar nicht betroffenen Orte die Tagebaupläne von Vattenfall ab. Diese Vernetzung gipfelte kürzlich in einer gemeinsamen Erklärung von 40 Lausitzer Dörfern. Neben der Volksinitiative auf Landesebene ist auch bundesweit viel zu tun: Das Bundesberggesetz begünstigt einseitig die Energiekonzerne auf Kosten betroffener Bürger. Ein Bergrecht, dass auf Kosten betroffener Bürger die Energiekonzerne begünstigt, muß abgeschafft werden."

Über den Ausbau erneuerbarer Energien wurde ebenso diskutiert wie auch über alternative Szenarien für die Lausitz. Die von der Landesregierung und Vattenfall propagierte CO2-Speicherung ist in den Augen des Bündnisses nur eine Mogelpackung. Dazu Dr. Gabriela von Goerne, Greenpeace und Sprecherin des Bündnis „Die zunehmende Bedrohung des Klimawandels verbietet den Bau neuer Klimakiller, insbesondere dann, wenn es sich um extrem klimaschädliche Braunkohlekraftwerke wie Boxberg handelt. CO2-Speicherung dient da nur als Alibi. Statt auf eine in der Zukunft liegende Technologie zu setzen, die zu erhöhtem Ressourcenverbrauch und riesigen unterirdischen Endlagern führt, müssen wir umweltschonende erneuerbare Energien nutzen. Das schafft Arbeitsplätze und schützt das Klima – bereits jetzt.“

Ausführliche Informationen unter: www.zukunft-statt-Braunkohle.de

Aktionsbündnis

BUND, Grüne Liga, Greenpeace, ROBIN WOOD, NABU, EUROSOLAR, ACID RAIN, Lacoma e.V., Lokale Agenda 21 Puhlheim, Vereinte Initiativen gegen Garzweiler II, Aktionsbündnis Stommelner Bürger (LoB) und Aktionsgemeinschaft der Bürgerinitiativen gegen die Verlegung der Autobahn A 4

Pressekontakt

BUND Brandenburg: Axel Kruschat, Tel. 0179/5911698 bzw. Tel. 0331/23700142

GÜNE LIGA Brandenburg: René Schuster, Tel. 0331/2015520 bzw. 0151/14420487

BUND NRW: Dirk Jansen, Tel. 0211 / 30200522 oder 0172 / 29 29 733

Greenpeace: Gabriela von Goerne, Tel. 040 / 30618352 oder 0171 / 8780839

 




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