28. März 2006

Zu viel Feinstaub in Frankfurter Luft

Potsdam, 28.03.2006:

Auch 2006 werden im Land Brandenburg wieder die Grenzwerte für Feinstaub überschritten. Bereits am vergangenen Wochenende meldeten die Messstellen in Frankfurt (Oder) den 36. Überschreitungstag. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., Landesverband Brandenburg fordert schnellstens effektive Maßnahmen der Stadt gegen diese Belastung.

Nach derzeit geltendem Recht dürfe der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft an maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Da Frankfurt nun schon im März diese Grenze überschritten habe, sei die Stadt nun verpflichtet, einen Luftreinhalteplan zu erstellen. Dies geschah in Frankfurt (Oder) wegen Überschreitungen bereits im Jahr 2004. Darin wurde ersichtlich, dass 73% der Feinstaub-Emissionen aus Industrie und Kraftwerken stammen.

"Allerdings sind in diesem Luftreinhalteplan bis heute keinerlei Maßnahmen zur Senkung der Feinstaubbelastung festgelegt worden", kritisiert Burkhard Voß, Landesvorsitzender des BUND. Mit jeden weiteren Tag der Grenzwertüberschreitung würden diese Gegenmaßnahmen dringlicher werden. Der BUND fordert deshalb die Stadt Frankfurt (Oder) auf, schnellstens einen effektiven Schutz der Bewohner gegen den Feinstaub, vor allem durch Industrieanlagen, zu gewährleisten.

Zum Hintergrund: Feinstaub (particulate matter-PM10) - das sind winzige Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer, die massenhaft durch die Luft schwirren. Sie stammen von Heizungs- und Industrieanlagen, Baustellen, vor allem aber aus den Auspfuffrohren von Kraftfahrzeugen. Dabei sind die feinen Rußpartikel aus Diesel-Kfz besonders gefährlich. Sie gelangen ungehindert in die Lunge und können dort Entzündungen, Asthma oder Krebs auslösen. Mehrere tausend Menschen sterben jährlich in Deutschland an den Folgen von Feinstaubbelastung. Die aktuelle Tabelle mit Werten aus ganz Deutschland: www.env-it.de/luftdaten/trsyear.fwd

Presse-Kontakt:

Axel Kruschat, Landesgeschäftsführer, Tel.: 0331-237 00 141, E-Mail: bund.brandenburg@bund.net

Martin Schlegel, Verkehrsreferent des BUND Berlin, Tel.: 030-7879 00-17, E-Mail: schlegel@bund-berlin.de

 




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