20. Januar 2006
Breite Ablehnung geplanter Schweinemast in Staffelde - BUND bietet Unterstützung an
Potsdam, 20.01.2006:
Als klares Signal gegenüber dem Investor begrüßt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V. Landesverband Brandenburg die einhellige Ablehnung der Gemeinde Staffelde gegenüber der geplanten Schweinemastanlage mit 55.000 Tierplätzen. Gleichzeitig bietet der BUND der Gemeinde fachliche Unterstützung an.
Mehr als 150 Einwohner kamen am 17. Januar zur Informationsveranstaltung in Staffelde. Dort stellte der dänische Investor seine Pläne zum Bau einer Schweinemastanlage mit 55.000 Plätzen vor. Dabei stießen die Pläne auf breite Ablehnung.
Sehr schnell wurde bei der Vorstellung des Vorhabens deutlich, dass Angaben zum Gülle- und Stickstoffanfall sowie zum Wasserverbrauch und anderen wesentlichen Punkten entweder nicht bekannt gegeben oder schön gerechnet wurden. Ein Vertreter der Bürgerinitiative "Kontra Industrieschwein Haßleben" machte deutlich, dass es auch bei vergleichbaren Planungen diese Defizite gäbe. In Haßleben in der Uckermark verzögert sich dadurch derzeit das Genehmigungsverfahren für eine Mastanlage für über 85.000 Schweine.
Sowohl die anwesenden Bürger, wie auch ihre gewählten Vertreter aus allen Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung stellten fest, dass die Mastanlage in dieser Größenordnung den langfristig erarbeiteten Entwicklungszielen der Gemeinde Kremmen vollständig entgegen steht.
"Die Ablehnung der Gemeinde ist ein klares und faires Signal gegenüber dem Investor", erklärte Thomas Volpers, Landwirtschaftsexperte beim BUND Brandenburg. "Schließlich hat er nun die Möglichkeit, rechtzeitig seine Pläne zurückzuziehen." Sollte das Genehmigungsverfahren trotzdem anlaufen, versprach der BUND, die Gemeinde in ihrem Widerstand mit seinen umfangreichen Erfahrungen aus anderen Verfahren tatkräftig zu unterstützen.
Presse-Kontakt:
Thomas Volpers, BUND-Landwirtschaftsexperte, Tel.: 039885-3287, E-Mail: thomasvolpers@hotmail.com