BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


21. November 2005

Ortsumgehung Michendorf: BUND weist Kritik des Ministeriums zurück

In Reaktion auf die Pressemitteilung des BUND zur Ortsumgehung Michendorf hat der Sprecher des Ministeriums für Infrastruktur und Raumordnung, Lothar Wiegand, dem BUND Stillosigkeit vorgeworfen. Der BUND weist die Anschuldigungen mit aller Deutlichkeit zurück.

Der BUND hat sich in den vergangenen Monaten intensiv um einen Gesprächstermin mit dem Ministerium bemüht. Immer wieder wurde telefonisch im Ministerium nachgefragt - leider ohne Erfolg. "Seit Ende August warten wir auf einen Rückruf aus dem Ministerium", stellt Burkhard Voß, Landesvorsitzender des BUND klar. "Der Vorwurf, wir würden Termine nicht einhalten, ist absurd!"

Daneben lobte der Ministeriumssprecher in der Presse sein eigenes Ministerium. Hinsichtlich der Ausgleichsmaßnahmen hätten sie mehr geleistet, als nötig gewesen wäre. "Er vergisst dabei zu erwähnen, dass das Ministerium erst durch das Bundesverwaltungsgericht aufgefordert wurde, beim Kompensationskonzept nachzubessern. Sich jetzt auch noch damit zu rühmen, kann wohl auch nur als stillos bezeichnet werden", betont Burkhard Voß.

Zudem sei die Aussage des Ministeriumssprechers auch inhaltlich falsch. Die Bodenversiegelung soll durch Maßnahmen des Waldumbaus (Aufforstung einer Fläche von 1,59 Hektar) ausgeglichen werden. Im Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes sei das aber eindeutig als zu wenig bewertet worden. Um die Versiegelung des Bodens durch den Straßenbau wirklich auszugleichen, sei eine viel größere Fläche für den Waldumbau nötig. Zudem liege die geplante Aufforstungsfläche in unmittelbarer Nähe des Berliner Autobahnringes und besäße deshalb nur ein vermindertes Aufwertungspotential.

 


Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/browse/58/artikel/ortsumgehung-michendorf-bund-weist-kritik-des-ministeriums-zurueck/