13. September 2005

ESAB sind Todesurteil für Alleen!

Die ESAB verhängen das Todesurteil über Brandenburgs Alleen. Die noch rund 12.000 km Alleen des Landes werden verschwinden, weil ihre Erhaltung zwingend Nach- bzw. Neupflanzungen voraussetzt - dies wird aber durch die ESAB praktisch unmöglich gemacht", so Silke Friemel, Referentin für Alleenschutz des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Brandenburg.

Die ESAB gefährden aus Sicht des BUND die Zukunft der Alleen massiv: Nachpflanzungen in bestehenden Alleen werden nur noch in wenigen Fällen empfohlen, der Pflanzabstand zur Straße generell auf 4,50 m festgelegt - beides ist skandalös. "Brandenburg wird sein wichtigstes Kulturlandschaftsgut verlieren, wenn die ESAB angewendet werden. Dadurch wird es auch zu Einbußen im Tourismus kommen".

Dabei regeln die vorhandenen Richtlinien bereits ausreichend den Umgang mit Straßenbäumen, eine weitere Empfehlung ist daher überflüssig, verkompliziert die Handlungen und widerspricht zum Teil gültigen Gesetzen und Verordnungen. "Die ESAB stehen im krassen Widerspruch zur naturschutzrechtlichen Maßgabe, Deutschlands Alleen nachhaltig zu schützen", so Silke Friemel weiter.

Alleen sind nicht schuld an Unfällen. Dabei spielen vielmehr überhöhte Geschwindigkeit, Nichtbeachtung schlechter Witterungsverhältnisse oder Trunkenheit am Steuer tragende Rollen - also vom Menschen zu beeinflussende Faktoren. Anstatt die Bäume zu vernichten, sollte lieber an Konzepten zur Verkehrserziehung und -kontrollen gearbeitet werden.

Die ausführliche Stellungnahme des BUND e.V. zur ESAB mit den einzelnen Kritikpunkten sowie weitere Infos zum BUND-Alleenprojekt können unter www.bund-brandenburg.de eingesehen werden.

 

 




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