29. Juni 2005

BUND gegen Lacoma-Räumung

m 30. Juni laufen die Nutzungsverträge für die letzten Häuser in Lacoma ab - Abriss und Abbaggerung drohen. Das Dorf und mit ihm die wertvolle Teichlandschaft sollen dem Braunkohletagebau Cottbus Nord weichen. Der BUND unterstützt die Proteste des Lacoma-Vereins und fordert gleichzeitig ein Umdenken in der Energiepolitik.

Seit 1983 ist Lacoma, ein kleines Dorf nahe Cottbus, vom Braunkohletagebau bedroht. Und mit ihm die 300 ha große Lacomaer Teichlandschaft - Heimat für mehr als 170 bedrohte Tier- und Pflanzenarten, seit 2003 als FFH-Schutzgebiet gemeldet. Gerade im immer trockener werdenden Brandenburg hat dieses Feuchtbiotop eine herausragende Bedeutung. Der Kohleabbau würde die Teichlandschaft zerstören.

Seit über 20 Jahren kämpfen Menschen für den Erhalt des Dorfes und der Teichlandschaft. Am 1. Juli sollen die letzten belegten Häuser des Lacoma-Vereins geräumt werden. Damit würde ein wichtiges Zentrum des Protestes verschwinden. Und das, obwohl bisher nur ein Teil der Genehmigungen zur Abbaggerung erteilt wurden. Das Planfeststellungsverfahren läuft seit drei Jahren.

"Wir können uns eine Energiegewinnung durch Braunkohle einfach nicht mehr leisten", betont BUND Landesvorsitzender Burkhard Voß. "Sie ist ineffizient und der hohe CO2 Ausstoß trägt zur Klimaerwärmung bei. Daneben fördert der Tagebau den Wassermangel in Brandenburg. Und das in einer der niederschlagsärmsten Regionen Deutschlands!"

Deshalb unterstützt der BUND den Protest der Bewohner. Am 1. Juli um 08:30 Uhr wird in Lacoma gegen die Räumung demonstriert. Jeweils am ersten Sonntag im Monat um 14 Uhr finden Protestwanderungen zu den Teichen statt. Der nächste Termin ist der 3. Juli.2005. Alle, denen der Erhalt dieser wertvollen und wunderschönen Landschaft am Herzen liegt, sind eingeladen.




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