7. Juli 2005

BUND kritisiert Festhalten der CDU am Ausbau des Sacrow-Paretzer-Kanals

Die CDU will auch nach einem möglichen Regierungswechsel den Ausbau des Sacrow-Paretzer-Kanals weiter verfolgen. Dies verkündete die CDU-Bundestagsabgeordnete Renate Blank in der Presse. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) bedauert das Festhalten an diesem unwirtschaftlichen, überdimensionierten Projekt, dessen negative ökologische Auswirkungen augenscheinlich ignoriert würden.

Der Ausbau des Sacrow-Paretzer-Kanals gehört zum Verkehrsprojekt "Deutsche Einheit" Nr. 17. Dieses sieht den Ausbau der Ost-West-Verbindung für große Rheinschiffe zwischen Wolfsburg und dem Berliner Westhafen vor. Das Planfeststellungsverfahren für den Kanal-Ausbau läuft. Er soll verbreitert und vertieft werden.

"Beim Ausbau des Kanals würde der Wasserstand in Havel und Spree deutlich sinken", betont der BUND Landesvorsitzende Burkhard Voß. "Die Folgen wären fatal: Flachwasserbereiche am Ufer würden trockenfallen und damit der Lebensraum für viele seltene Tiere und Pflanzen zerstört."

Dazu kommt: Gutachten haben längst die Unwirtschaftlichkeit des Ausbaus belegt. Es wird mit einem nur geringen Anstieg des künftigen Güteraufkommens gerechnet. Der Ausbau ist überdimensioniert und damit unwirtschaftlich.

 




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