BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


15. Juli 2005

BUND unterstützt Klage gegen Müllmitverbrennung im Kraftwerk Jänschwalde!

Seit langem weist der BUND auf die enormen Umweltbelastungen hin, die durch eine Müllmitverbrennung entstünden: ,Die Anlage in Jänschwalde ist schon heute eine wahre Dreckschleuder und gehört zu den schmutzigsten Kraftwerken in ganz Deutschland", betont der BUND Landesvorsitzende aus Brandenburg, Burkhard Voß. ,Mit der geplanten Müllmitverbrennung würde sich der Schadstoffausstoß, besonders an Schwermetallen wie Quecksilber, noch deutlich erhöhen." Jänschwalde erfülle die strengen rechtlichen Vorgaben für Müllverbrennungsanlagen nicht, Grenzwerte wür-den mit Sicherheit überschritten werden.

Seit dem 1. Juni gelten neue Regeln für die Abfalldeponierung. Danach dürfen nur noch biologisch und chemisch inaktive Stoffe deponiert werden. ,Wir erleben hier die Absurdität, dass eine fortschrittliche Gesetzgebung zu höherer Umweltbelastung führt", beschreibt Andreas Jarfe, BUND Geschäftsführer in Berlin, die Situation. ,Schuld daran ist im besonderen Maße die Politik: Sie hat es versäumt, sich rechtzeitig auf die neue gesetzliche Situation vorzubereiten." Nun, da die neue Regelung gel-te, würde hektisch nach neuen Entsorgungskapazitäten gesucht. Gerade in Berlin und Brandenburg herrsche ein eklatanter Entsorgungsengpass. Deshalb stehen die Behörden auch dem Antrag von Vattenfall zur Müllmitverbrennung positiv gegenüber.

Für Vattenfall sei die Müllmitverbrennung einfach eine lukrative Einnahmequelle, da sie für das Annehmen des Mülls auch noch Geld bekommt. Es sei traurig, dass für das Gewinnstreben eines einzelnen Konzerns die Gesundheit und Lebensqualität der Anwohner aufs Spiel gesetzt werde, betonten Voß und Jarfe einstimmig.

Weitere Informationen zum Kraftwerk Jänschwalde finden Sie hier


Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/browse/60/artikel/bund-unterstuetzt-klage-gegen-muellmitverbrennung-im-kraftwerk-jaenschwalde/