12. Mai 2005

Katastrophale Alleebaumbilanz 2004

Schutzgemeinschaft Brandenburger Alleen: Die Alleebaumbilanz der Straßenbauverwaltung von 2004, also die Erfassung von Fällungen und Nachpflanzungen in bestehenden Alleen, zeigt, wie schlecht es um die Brandenburger Alleen bestellt ist. Die schnelle Einrichtung eines Alleenfonds ist dringend erforderlich.

Erschütternd ist sowohl der Anstieg der Zahl der Fällungen an Bundes- und Landesstraßen von 3.061 im Jahr 2001 auf 6.629 im Jahr 2004 als auch das Nachpflanzdefizit von 5.712 Bäumen. "Wenn vom Infrastrukturministerium nicht schnell Maßnahmen zur verstärkten Nachpflanzung ergriffen werden, erleben nachfolgende Generationen ein alleenfreies Brandenburg", so Silke Friemel von der Schutzgemeinschaft Brandenburger Alleen.

Für unterlassene Nachpflanzungen wird seit Jahren "das fehlende Geld" verantwortlich gemacht. Abhilfe schaffen kann hier die Einrichtung eines Alleenfonds. Ein Alleenfonds ist ein geeignetes Instrument zur zweckgebundenen und haushaltsunabhängigen Sicherung von Finanzmitteln für Nach- und Neupflanzungen. In diesen Fonds sollen Mittel eingezahlt werden, die bei Baumfällungen an Straßen als Ausgleichszahlungen fällig werden und die zweckgebunden für Nachpflanzung und Pflege einzusetzen sind.

Die Schutzgemeinschaft fordert Politik und Behörden dazu auf, mit Sofortmaßnahmen auf die schlechten Bilanzen zu reagieren. Dazu zählen:

- sachgerechte Baumpflege

- umfassenden Schutz der Bäume bei Straßenbauarbeiten

- Realisierung von umfangreichen Nachpflanzungen

- Einrichtung eines Alleenfonds

- Reduzierung des Tausalzeinsatzes im Winter




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