BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


14. Dezember 2004

BUND: "Gemeinden müssen Baumkahlschlag verhindern!"

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Brandenburg appelliert an alle Gemeinden, den fortschreitenden Baumkahlschlag zu stoppen, den die Novellierung der Landesbaumschutzverordnung in diesem Sommer ausgelöst hat. Der Erlass von eigenen, strengeren Satzungen ist ein geeignetes Instrument, den wertvollen Baumbestand in Brandenburg zu schützen.

Die negativen Beispiel häufen sich: wie in Borkheide/Borkwalde (Landkreis Potsdam-Mittelmark) zeigt sich vielerorts, dass die BürgerInnen eben nicht verantwortungsvoll mit ihren Bäumen umgehen - dabei war genau dies das Argument des damaligen Umweltministers Birthler für die Entschärfung der Baumschutzverordnung. Besonders in Waldgemeinden greifen die Anlieger verstärkt zu Axt und Motorsäge. Der Charakter vieler Orte ist damit akut gefährdet.

Mit gutem Vorbild voran geht hingegen die Gemeinde Schöneiche bei Berlin, die ihren Waldstadtcharakter schützen möchte und deshalb den BürgerInnen Bäume schenkt, die sie in den eigenen Gärten pflanzen sollen. "Wir begrüßen solche und ähnliche Initiativen zum Schutz des Baumbestands", so Burkhard Voß, Landesvorsitzender des BUND Brandenburg. "Darüber hinaus sollten die Gemeinden dringend bis zur nächsten "Fällperiode" eigene strengere Satzungen auf den Weg bringen, um weiteren Baumkahlschlag zu verhindern."

Weitere Infos: Der BUND Brandenburg hat eine Broschüre zum Baumschutz erstellt, die in der Landesgeschäftstelle, Friedrich-Ebert-Str. 114a, 14467 Potsdam erhältlich ist (Rückporto bitte beilegen) und bietet im Internet eine Musterbaumschutzsatzung für Gemeinden an unter www.bund-brandenburg.de.


Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/browse/62/artikel/bund-gemeinden-muessen-baumkahlschlag-verhindern/