BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


7. April 2005

BUND: Konferenz wird zu einer Luftnummer. Kritik am Konzept der Zukunftskonferenz für den Nationalpark

Zur "Zukunftskonferenz für den Nationalpark" am 11.04.2005 in Gartz (Oder): Die "Zukunftskonferenz" für den Nationalpark wird die an sie gestellte Erwartung, eine neue Zukunftsvision für das Untere Odertal zu entwickeln nicht erfüllen können. Damit rechnet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Brandenburg (BUND).

Eine Zukunftskonferenz gilt unter Fachleuten als Methode, in einem mehrtägigen Verfahren bei großen Meinungsverschiedenheiten die gemeinsame Basis zu finden und darauf aufzubauen. Die Veranstalter haben nach Gartz (Oder) jedoch fast ausschließlich an der Nutzung interessierte Gruppen eingeladen. Der Ablauf ist auf eine Aneinanderreihung von Vorträgen und Statements innerhalb weniger Stunden festgelegt. Weder die Nationalparkverwaltung, der Trägerverein für das Naturschutzgroßprojekt, die anerkannten Naturschutzverbände oder der Naturschutzbeirat des Landrates wurden zu der Veranstaltung eingeladen.

"Auf diese Weise kann ein Zugewinn an neuen Erkenntnissen oder Visionen nicht erreicht werden" beklagt BUND Landesvorsitzender Burkhard Voß. "Mit der 'Zukunftskonferenz' wird der Versuch gestartet das Nationalparkkonzept auszuhöhlen und den Nationalpark nur noch dem Namen nach bestehen zu lassen."

Von der offensichtlichen Parteinahme durch Klemens Schmitz als Mitveranstalter zeigt sich der BUND enttäuscht. Als Landrat habe man von ihm ein eine moderierende Funktion und ausgleichende Handlungsweise erwartet.


Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/browse/62/artikel/bund-konferenz-wird-zu-einer-luftnummer-kritik-am-konzept-der-zukunftskonferenz-fuer-den-nationalp/