26. August 2004

Offener Brief an die Landesregierung: Aktionsbündnis fordert die Bekanntgabe von Gentechnik-Feldern

Das Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg fordert die Landesregierung in einem offenen Brief auf, die Felder mit gentechnisch verändertem Mais bekanntzugeben. Mit dem Brief an Ministerpräsident Platzeck vom 26.08.04 will das breite gesellschaftliche Bündnis endlich Klarheit darüber schaffen, wo in Brandenburg gentechnisch veränderter Mais angebaut wird.

Bereits seit dem 5. Mai 2004 ist bekannt, dass gentechnisch veränderter Mais in sieben Bundesländern auf Erprobungsflächen angebaut wird, vier Standorte befinden sich angeblich in Brandenburg. Bislang wurden weder die Öffentlichkeit noch die Bauern informiert, wo die entsprechenden Felder liegen.

"Die Versuchsflächen sind vor allem eine Gefahr für Landwirte, die gentechnikfrei produzieren wollen," so Barbara Rasche, Bioland Berlin-Brandenburg. "Für ökologisch wirtschaftende Landwirte, die sich zu Gentechnikfreiheit verpflichtet haben, kann das einen erheblichen Imageverlust bedeuten."

"Auch im neuen Gentechnikgesetz ist vorgesehen, dass sich alle über Flächen mit gentechnisch veränderten Pflanzen informieren können", so Burkhard Voß, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landeverband Brandenburg. "Wir halten das für unbedingt notwendig, sonst kann kein Landwirt mehr seinem Nachbarn trauen und Auswirkungen auf die Natur sind nur schwer nachvollziehbar."

"Es ist ein Grundrecht, dass die Menschen wissen, wo um sie herum gentechnisch manipulierte Nahrungsmittel produziert werden", so Hauke Benner, Barnimer Aktionsbündnis gegen Gentechnik. "Wir erwarten, dass die Landesregierung der Geheimniskrämerei ein Ende bereitet."

Für Fragen:

Barbara Rasche, Bioland Berlin-Brandenburg, Tel.: 030 - 284 823 02 Hauke Benner, Barnimer Aktionsbündnis gegen Gentechnik, Tel.: 030 - 611 79 18

 




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