BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


20. September 2004

"Schritt in die richtige Richtung"

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Brandenburg begrüßt die Aufgabe der "Alles oder Nichts" - Position der Bürgermeisterin der Gemeinde Schwielowsee, Frau Kerstin Hoppe, im Fall der Verhandlungen über die Lindenallee in Caputh. Dieser Schritt ermöglicht weitere Gespräche.

Allerdings stützt sich das Angebot des BUND aus der letzten Verhandlungsrunde auf insgesamt 18 Bäume: Auf 13 Bäume, die im Gutachten der Gemeinde wegen der erwarteten Lebensdauer von weniger als fünf Jahren als nicht erhaltenswürdig eingestuft wurden. Zusätzlich stimmt der BUND in seinem Angebot der Fällung von 5 weiteren Bäumen zu, die laut Gemeinde aus verkehrstechnischen Gründen gefällt werden sollen. Diese Information hat die Bürgermeisterin den GemeindevertreterInnen jedoch bislang vorenthalten.

Der BUND vertritt die Auffassung, dass hier allein die rechtlichen Bestimmungen des Alleenschutzes anzuwenden sind und die von der Gemeinde Schwielowsee ins Spiel gebrachten wirtschaftlichen oder ästhetischen Gründe keine rechtliche Grundlage für die Fällung weiterer Bäume darstellen. Weiterhin weist der BUND die von der Gemeinde behauptete Anschuldigung einer "Erpressung" zurück. Der Verein fordert lediglich die Umsetzung des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes. Durch die Klage vor dem Verwaltungsgericht wird eine übliche und in unserer Rechtsordnung ganz legale Überprüfung von Verwaltungsentscheidungen eingefordert.

Der BUND hält es für möglich, dass in ernsthaften weiteren Verhandlungen mit der Gemeinde ein tragfähiger Kompromiss ausgehandelt wird, sofern sich beide Parteien aufeinander zu bewegen.

 


Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/browse/64/artikel/schritt-in-die-richtige-richtung/