6. April 2004

Die guten Zeiten für die A 14/A 39-Befürworter sind vorbei

Gegen die geplante Autobahn A14/ A39 wurde in Wittenberge eine länderübergreifende Koordinierungsgruppe gegründet. Auf Einladung des BUND e.V. trafen sich die Bürgerinitiativen gegen die geplante Autobahn. Die BUND-Landesvorstände und Geschäftsführer/innen aus Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern verabredeten mit den Bürgerinitiativen länderübergreifend zusammenzuarbeiten und wählten jeweils Länder- und RegionalkoordinatorInnen. Erste gemeinsame Aktionen wurden geplant.

"Gemeinsames Ziel ist die öffentlichkeitswirksame Darstellung vorhandener Alternativen zur - laut den Länderverkehrsministern - unbezahlbaren ,Hosenträgervariante" aus A 14/B190/A39.", so Wilfried Treutler vom BUND-Kreisverband Prignitz und Landeskoordinator für Brandenburg. "Außerdem wollen wir vom Ausbau Betroffene informieren und im anstehenden Raumordnungsverfahren unterstützen."

Die Nutzung und der Ausbau vorhandener Straßen sind um ein Vielfaches preiswerter, helfen der Region schneller und effektiver und vermindern darüber hinaus Beeinträchtigungen von Mensch und Natur. Als Beispiel sei die B 189 genannt, die von Magdeburg nach Wolmirstedt bereits vierspurig und in weiteren Abschnitten dreispurig nutzbar ist. Ergänzt durch bereits vorhandene Ortsumgehung Wittenberge/Perleberg und noch zu bauende Ortsumgehungen wie z.B. Stendal und Pritzwalk und neue Abschnitte, in Brandenburg zwischen Elbe und A 24, ergibt sich eine durchgehende Kraftfahrstraße von der A 2 bis zur A 24, die den verkehrlichen Anforderungen gerecht wird und eine parallele Autobahn überflüssig macht.

Nachdem die Verkehrsminister am 31.03.04 festgestellt hat, dass es aufgrund der fehlenden Finanzierbarkeit auf absehbare Zeit keine neuen Verkehrsprojekte geben kann, sind im Interesse der betroffenen Menschen machbare und schnell umsetzbare Alternativen gefragt. Für diese Alternativen steht das neu gegründete Bündnis "B 189".

Mit ersten Veranstaltungen noch im April, einem Marathon-Lauf von Wolfsburg über Lüneburg nach Hamburg und einer Fahrradtour von Magdeburg über Stendal, (Salzwedel), Wittenberge nach Schwerin im Sommer und der Sammlung erster Spendengelder für den "A14/B190/A39-Klagefonds" sollen die Öffentlichkeit informiert werden und das Klageverfahren für eine regionalverträgliche Verkehrspolitik vorbereitet werden.

Weitere Informationen des BUND zum Bundesverkehrswegeplan und die Bewertungen des BUND zu den einzelnen Projekten unter www.bvwp.bund.net. Die BUND-Bewertung für die A 14 kann unter www.bvwp.de/listen/homelist.html als pdf-datei heruntergeladen werden.

 




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