BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


21. März 2004

"Keine Gentechnik in unserem Essen!"

n Potsdam fand am 21.3.04 die Abschluß-Protestaktion zu gentechnisch veränderten Le-bensmitteln statt. BUND Brandenburg, Attac und BUNDjugend Brandenburg fordern die Landesregierung auf, den Willen der Brandenburger zu achten und Lebensmittel ohne Gentechnik zu garantieren.

Vom 16. - 21. März protestierten Mitglieder des globalisierungskritischen Netzwerks Attac und des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Brandenburg sowie der BUNDjugend Brandenburg mit einer fünf Meter großen Gen-Tomate an verschiedenen Orten in Oberhavel und in Potsdam. Die Aktionen sind Teil einer bundesweiten Protesttour gegen gen-technisch veränderte Lebensmittel. Unter dem Motto ,WTO: Hände weg von unserer Nahrung".

Obwohl 70% der Menschen in Brandenburg und ganz Europa keine Gentechnik in ihren Lebens-mitteln haben wollen, soll der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen großflächig in Bran-denburg möglich werden. Eine Klage der USA zusammen mit Argentinien und Kanada vor der Welthandelsorganisation (WTO) setzt die EU unter Druck, den Anbau gentechnisch manipulier-tern Pflanzen großflächig zuzulassen, dem sie sich augenscheinlich beugen wird.

Damit ist aber auch die konventionelle und die biologische Landwirtschaft in Gefahr. ,Den Insek-ten und dem Wind kann man nun mal nicht vorschreiben, wo sie die Pollen genmanipulierter Pflanzen hintragen", so Katja Vaupel, BUND Brandenburg. Genpflanzen können sich so mit ande-ren Kulturpflanzen oder Wildpflanzen kreuzen.

Wer dem großflächigen Anbau genmanipulierter Pflanzen zustimmt, nimmt in Kauf, dass es in naher Zukunft kein gentechnikfreies Essen mehr geben wird", bestätigt auch Jule Schultheiss, BUNDjugend Brandenburg. ,Dies muss den Menschen auch eindeutig so gesagt werden."

Der Protest gegen WTO und Gentechnik wird weitergehen. Attac, BUND und BUNDjugend pla-nen weitere Aktionen. ,Wir dürfen uns von der WTO nicht vorschreiben lassen, was wir essen." So Helmut Horst, Attac Oberhavel. ,Dafür werden wir uns gemeinsam weiter engagieren."

Weitere Informationen:

Homepage der Kampagne und Überblick über die Tour: www.GENug-WTO.de

Reader "Streitfall Gentechnik": Download unter www.genug-wto.de/img/Reader.pdf


Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/browse/66/artikel/keine-gentechnik-in-unserem-essen/