BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


25. Februar 2004

Ortsumgehung ist wirtschaftsschädlich und umweltzerstörerisch

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Brandenburg lehnt die geplante Ortsumgehung B5 neu des Perleberger Ortsteils Düpow ab.

Die geplante Ortsumgehung B5 neu lehnt der BUND Brandenburg ab, weil kein Bedarf für dieses Straßenbauvorhaben vorliegt. Die Verlegung der jetzigen Ortsdurchfahrt nordöstlich bogenförmig um den Ort Düpow herum würde keinen Zeitgewinn für den Fernverkehr bedeuten, da die geplante Trasse im Gegensatz zur bestehenden B5 kaum kürzer ist. Es sind jedoch von dem Vorhaben verschiedene negative Auswirkungen auf den Naturhaushalt und die regionale Wirtschaft Düpows zu erwarten.

Dieses Straßenbauvorhaben würde unnötig Acker- und Waldflächen in Anspruch nehmen. Die Funktion der Grundwasserneubildung würde ebenso beeinträchtigt werden, wie der Lebensraum von wildlebenden Tieren zerschnitten und eingeengt würde. Betroffen würden beispielsweise Schwarzstörche und Amphibien. Die Lebensqualität vieler Menschen würde wegen der Verlärmung von bisher ruhigen Wohngebieten verschlechtert. Aber auch die örtliche Wirtschaftskraft wird durch diese drohenden Beeinträchtigungen geschädigt. Die Sorge, dass der Strom der Touristen am Ort vorbeigeht, wie auch die Tatsache, dass Bauern Flächen einbüßen müssten, sind Gründe, die gegen die Ortsumgehung sprechen.

Der BUND Brandenburg fordert, die vorgesehenen 8 Millionen Euro Investitionen statt für den Straßenbau sinvoller für regionale Naturschutzmaßnahmen auszugeben. So ließe sich der Tourismus fördern und die örtliche Wirtschaft stärken.

 


Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/browse/66/artikel/ortsumgehung-ist-wirtschaftsschaedlich-und-umweltzerstoererisch/