8. Dezember 2003
BUND Brandenburg: Keine Alternative zum Alleenerhalt!
Die von der Landesregierung angekündigten Kürzungen für den Erhalt der Brandenburger Alleen sind nach Ansicht des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Landesverband Brandenburg rechtlich nicht haltbar und wirtschaftlich unsinnig. Denn Alleen sind ein touristisches Pfund, mit dem das Land wuchern kann.
Die Aussage von Verkehrsminister Szymanski (SPD), zukünftig gebe es Geld entweder nur noch für Straßenreparaturen oder für den Erhalt von Alleebäumen, konstruiert eine "Alternative", die in der Weise gar nicht existiert.
Das Land hat sich zu beiden Maßnahmen rechtlich verpflichtet und kann sich darum nicht nur für eine entscheiden. "Ein Arbeitgeber kann sich schließlich auch nicht aussuchen, ob er für seine Mitarbeiter entweder Sozialversicherung oder Lohnsteuer zahlt", so BUND-Landesvorsitzender Burkhard Voß.
Darüber hinaus schlage das Land - gerade im Hinblick auf das erneute Scheitern eines Investitionsgroßprojektes (Chipfabrik) - mit einer solchen Entscheidung den falschen Weg ein: "Die Tourismusbranche ist der Wirtschaftszweig mit dem größten Potenzial. Dabei sind die Alleen die Aushängeschilder der Region: Besucher kommen auf Bundes- und Landesstraßen nach Brandenburg - da ist es wichtig, dass sie durch grüne, gesunde Alleen fahren und so einen positiven ersten Eindruck erhalten", so Voß. Alleenerhalt gegen Straßenerhalt aufzurechnen sei deshalb gerade auch wirtschaftlich unsinnig.
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