13. November 2003

BUND: Keine Legehennen in Käfigen!

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat eine E-Mail-Aktion für eine artgerechte Haltung von Legehennen gestartet. Hintergrund ist die Forderung Ministerpräsident Platzecks und anderer Länderchefs, die tierquälerische Käfighaltung von Legehennen weiter zuzulassen.

Demnach sollen sogenannte "ausgestaltete Käfige" erlaubt und erprobt werden. Die seit einem Jahr geltende Legehennenverordnung verbietet jedoch ab 2007 die Haltung von Hühnern in Käfigen, weil diese nicht artgerecht sind. Außerdem sollen die Mindestfläche für Hühnerställe verkleinert und die Mindesthöhe gestrichen werden. Die vor einem Jahr von Agrarministerin Künast auf den Weg gebrachte Legehennenverordnung verlangt, dass Hühnerställe mindestens anderthalb mal zwei Meter groß und zwei Meter hoch sein müssen. Vorgeschrieben sind auch Nester, Sitzstangen und Einstreu. Die Hühner sollen artgemäß fressen, trinken, ruhen, Eier legen und im Staub baden können. Auch typische Bedürfnisse wie Scharren und Flattern müssen möglich sein.

BUND-Landesvorsitzender Burkhard Voß: "Platzeck konnte sich offensichtlich nicht gegen die Gewinninteressen der Agrarlobby durchsetzen. Wir brauchen aber eine tier- und umweltfreundliche Nutztierhaltung, auch um eine Mindestqualität der Produkte zu gewährleisten. Das wollen die VerbraucherInnen und nur so können wir den nächsten Lebensmittelskandal verhindern."

Protest-Mail-Aktion: www.bund-brandenburg.de

Rückfragen: 0331 - 237 00 141




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