9. Januar 2004
BUND unterstützt Initiative für gentechnikfreie Uckermark
Im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und im Naturpark Uckermärkische Seen, wurde am 07. Januar 2004 die größte gentechnikfreie Region Deutschlands ausgerufen. 21 Biobauern und konventionell wirtschaftende Landwirte aus der brandenburgischen Region haben sich in einer unterzeichneten Selbstverpflichtungserklärung zusammengeschlossen, um sich vor einer Kontaminierung mit gentechnisch veränderten Organismen wirkungsvoll zu schützen. Der BUND Landesverband Brandenburg unterstützt diese Initiative und bekräftigt seine Forderungen nach einer umweltverträglichen Landwirtschaft frei von gentechnisch manipulierten Pflanzen und Tieren.
"Die Initiative zeigt gentechnikfreie Regionen sind machbar und stellen ein wichtiges wirtschaftliches Potential vor allem für die Landwirtschaft in Brandenburg da." so Burkhard Voß, BUND Landesvorsitzender. Die Nachfrage nach garantiert gentechnikfreien Nahrungsmitteln wird weiter steigen. Damit hätten auch brandenburgischen Landwirte, die auf Gentechnik verzichten, bessere Absatzchancen.
Die Gefahren durch die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen ist nach dem heutigen Erkenntnisstand der Wissenschaft kaum abschätzbar. Die vor einigen Jahren noch für völlig undenkbar gehaltene Übertragung von genetisch veränderten Material auf nicht manipulierte Pflanzen ist mittlerweile nachgewiesen und führt in Gebieten in denen transgene Pflanzen flächendecken angebaut wurden, wie Kanada und Mexiko, zu großen Problemen.
"Will man die gentechnikfreie Landwirtschaft erhalten, müssen große Pufferzonen geschaffen werden, um die Ausbreitung von transgenen Organismen zu verhindern." so Voß weiter. "Die Initiative der Landwirte im Norden Brandenburgs ist deshalb ein wichtiger Schritt zu einer gentechnikfreien Landwirtschaft."
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