BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


9. September 2003

BUND: Platzeck muss Stellung beziehen

Unsinniger SPD Faktionsbeschluss schadet der Entwicklung in Brandenburg. Platzeck greift nicht ein.

Nachdem der Entwurf des Naturschutzgesetzes jetzt sogar von der SPD Fraktion torpediert wird, besteht die Gefahr, dass für Brandenburg erheblicher Schaden entsteht. Unverständlich ist, dass sich Matthias Platzeck nicht in die Diskussion einbringt. "Naturschutz scheint für Ministerpräsident Platzeck Nebensache geworden zu sein", so Burkhard Voß, Vorsitzender des BUND Brandenburg. "Das ist nicht zu verstehen, insbesondere da Platzeck weiss, dass die Argumente mit denen der Naturschutz zurück gedrängt werden soll, falsch sind.

Für Brandenburg hat eine Schwächung des Naturschutzes massive Folgen: der Rückgang von Strukturfördermaßnahmen der EU, der Verlust von Arbeitsplätzen in der Umweltwirtschafts- und Tourismusbranche, steigende Naturzerstörung sowie Trockenheit und Dürren durch die Folgen des Klimawandels.

Der BUND fordert Matthias Platzeck auf, endlich die Diskussion um das Naturschutzgesetz wieder auf eine sachliche Ebene zurück zu holen. Es muss klar gestellt werden, dass das Argument "Naturschutz schade wirtschaftlicher Entwicklung" an den Haaren herbei gezogen ist. Naturschutz hat in Brandenburg tausende Arbeitsplätze geschaffen und ist Garant einer zukunftsfähigen Entwicklung des Landes.

Zum jetzigen Zeitpunkt und bei diesem Diskussionsbedarf ist die einzig sinnvolle Vorgehensweise, eine "kleine Novelle" des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes zu verabschieden und zu einem späteren Zeitpunkt einen neuen Gesetzentwurf vorzulegen.

Rückfragen: 0331 - 237 00 141

 


Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/browse/68/artikel/bund-platzeck-muss-stellung-beziehen/