10. Juli 2003
BUND: Widerstand gegen das Bombodrom geht weiter
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Landesverband Brandenburg (BUND) hat mit großer Enttäuschung die Entscheidung des Verteidigungsminsters Struck zum Truppenübungsplatz in der Wittstocker Ruppiner Heide zur Kenntnis genommen und ruft alle Gegnerinnen und Gegner dazu auf, die Klagen gegen die Entscheidung des Verteidigungsministers zu unterstützen.
"Diese Entscheidung ist nicht nachzuvollziehen und bedeutet einen großen Rückschlag für die Entwicklung des Nordwestens Brandenburgs und die betroffenen Gebiete der angrenzenden Bundesländer." So Burkhard Voß, Landesvorsitzender des BUND Brandenburg. Besonders ernüchternd ist, dass Matthias Platzeck - vor Jahren noch Unterstützer des Protestes - als Ministerpräsident in der öffentlichen Diskussion kein einziges Wort über die Interessenlage Brandenburgs verloren hat. Dies steht im Krassen Gegensatz zu seinem Amtskollegen und SPD Parteifreund Harald Ringstorff in Mecklenburg Vorpommern.
"Dennoch sollten sich die Menschen den Mut nicht nehmen lassen." So Voß. "Alle, die sich für eine Umweltschonende und zivile Nutzung im Sinne einer positiven Entwicklung der Region eingesetzt haben, sollten jetzt Klagen vor den Verwaltungsgerichten unterstützen." Der BUND beteiligt sich über den Landesverband Mecklenburg Vorpommern an den Klagen der Gemeinden und der Bürgerinitiativen in Brandenburg und Mecklenburg. Darüber hinaus prüft der BUND eine Beschwerde bei der EU Kommission. Durch die anfliegenden Militärflugzeuge werden die nach der EU Richtlinie ausgewiesenen Vogelschutzgebiete im Müritz Nationalpark erheblich gestört.
Kontakt mit dem BUND Mecklenburg Vorpommern kann über die Landesgeschäftsstelle in Schwerin aufgenommen werden:
Tel.: 0385 - 56 54 70
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