21. Februar 2003

BUND sieht weniger ein Erkenntnis-, vielmehr ein Umwetzungsdefizit

Anhörung vor dem Umweltausschuss des Landes zum Klimaschutzprogramm für Brandenburg.

Alle acht eingeladenen Berichterstatter/innen bei der Anhörung des Landes-Umweltausschusses stimmten unisono überein in der Notwendigkeit eines eigenständigen Klimaschutzprogramms für Brandenburg. Eine Steigerung der Wetterextreme ist bereits jetzt spürbare Realität geworden. Die Winterniederschläge nehmen zu, die Sonnerniederschläge nehmen ab, so Dr. Manfred Struck vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung.

Von der Machbarkeit eines Klimaschutzprogrammes war die überwiegende Mehrheit der Berichterstatter/innen überzeugt. Lediglich einer befürchtete "Interferenzen" mit den Maßnahmen der Energiestrategie 2010. Ein Vertreter der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern berichtete von den Erfahrungen mit dem bereits 1997 dort beschlossenen Klimaschutzkonzept: Wichtig sei eine Bilanzierung und Berichterstattung im regelmäßigen, beispielsweise zwei jährigen Rhytmus und die Eigenverantwortlichkeit der Ressorts für die Umsetzung der Maßnahmen müsser erweitert werden. Auch die Mitwirkung der Kommunen und Haushalte sei überaus bedeutsam. Zahlreiche Arbeitsplätze seien bereits jetzt durch das Klimaschutzkonzept geschaffen worden.

Aus Sicht des BUND ist Handeln dringend erforderlich. Wir haben wniger ein Erkenntnisdefizit, sondern vielmehr ein Umsetzungsdefizit. Der BUND appelliet nachdrücklich an alle Landtagsabgeordneten, ein eigenständiges Klimaschutzprogramm für Brandenburg zu beschließen.

Brandenburg muss mitwirken am Schuzt unseres Klimas! Brandenburg darf nicht das einzige Bundesland bleiben, das weder eine Nachhaltigkeitsstrategie noch ein Klimaschutzprogramm hat!

Rückfragen: 0331 - 237 00 141

 

 

 




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