27. Juni 2003

BUND: Wo bleibt Platzecks 'Nein' zum Bombodrom ?

Der Bund fÜr Umwelt- und Naturschutz BUND Landesverband Brandenburg fordert den Brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck auf, sich endlich eindeutig gegen das geplante Bombodrom in der Wittstock - Ruppiner - Heide auszusprechen.

Das Land Mecklenburg Vorpommern hat einen Landtagsbeschluss gefasst, der sich eindeutig gegen den Truppenübungsplatz ausspricht. Dieser Antrag wurde ohne Gegenstimmen angenommen. Ebenso bezog die SPD geführte Landesregierung eindeutig Stellung gegen die militärische Nutzung der Region.

In Brandenburg haben immer wieder hochrangige SPD Politiker die Bürgerinitiative "FREIe HEIDe" gegen das Bombodrom unterstützt, beispielsweise Regine Hildebrandt und Rudolf Scharping. Auch Matthias Platzeck hat sich in den Anfangstagen des bereits über zehn Jahre währenden Protestes öfter auf den Ostermärschen sehen lassen, damals allerdings noch nicht als SPD Mitglied und Ministerpräsident.

Für Brandenburg gilt wie für Mecklenburg Vorpommern, dass die Nutzung als Bombenabwurfplatz einen massiven Eingriff in die Natur und Landschaft darstellt. Außerdem wird der mittlerweile zum stärksten Wirtschaftsfaktor in Brandenburg gewachsene Tourismus beeinträchtigt. Diese Gegenargumente werden durch die Lage des Abwurfplatzes auf Brandenburger Gebiet nur plausibler.

"Wir erwarten ein klares 'Nein' zum Bombodrom." So Petra Probst. "Genauso wie von Platzecks Amts- und Parteikollegen Harald Ringstorff im Nachbarbundesland."

Laut Presseberichten will der Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) Ende Juni über die Nutzung der Wittstock - Ruppiner - Heide entscheiden. Ein klares Signal vom Ministerpräsidenten, welche Nutzung im Landesinteresse die Beste ist, wäre sinnvoll für die Entwicklung der Region.

Rückfragen: 0331 - 237 00 141

 




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