Moore erfüllen eine Vielzahl von ökologischen Serviceleistungen. Dabei zu erwähnen sind folgende wichtige Funktionen:
Klimaschutz
Naturnahe Moore speichern immense Mengen an Kohlenstoff. Die im Moor lebenden Pflanzen nehmen während ihres Wachstums Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf. Wenn aus den abgestorbenen Pflanzenresten Torf entsteht, wird darin auch der Kohlenstoff gebunden und eingelagert. Daher bezeichnet man wachsende Moore auch als Kohlendioxid-Senken, welche somit wichtig für den Klimaschutz sind.
Wasserhaushalt
Naturnahe Moorlandschaften weisen eine enorme Wasserhaltekapazität auf und wirken somit im Wasserhaushalt einer Landschaft wie ein Schwamm. Sie können innerhalb kurzer Zeit große Mengen an Wasser aufnehmen und geben diese erst langsam wieder an die Umgebung ab. Somit leisten Moore dadurch auch einen wichtigen Beitrag für den Hochwasserschutz.
Nährstofffilterung
Moorpflanzen nehmen während ihres Wachstums Schad- und Nährstoffe aus der Umgebung auf und reinigen dadurch das lebenswichtige Grundwasser von Verunreinigungen. Da die Pflanzen im nassen Moor kaum verrotten, bleiben auch die aufgenommenen Stoffe weitestgehend im Torf gespeichert. Beispielsweise kann ein Niedermoor pro Hektar und Jahr bis zu 180 kg Nitrat speichern. Das Wasser, das nach dem natürlichen Filterprozess aus dem Niedermoor austritt, ist von guter Qualität sowie schad- und nährstoffarm.
Biodiversität
Intakte Moore sind Orte einzigartiger biologischer Vielfalt. Aufgrund ihrer besonderen Standorteigenschaften bieten sie seltenen Arten wertvollen Lebensraum und haben einen hohen Naturschutzwert. Insbesondere die nährstoffarmen und sauren Hochmoore stellen extreme Anforderungen an ihre Bewohner. Hier haben sich hochspezialisierte Tier- und Pflanzengesellschaften entwickelt, die außerhalb dieses Ökosystems kaum überleben könnten.