Großer Moorbläuling (Maculinea teleius)
Der Große Moorbläuling ist in Brandenburg nur noch in wenigen Moorflächen zu finden und folglich vom Aussterben bedroht. Ein Grund, wieso der Große Moorbläuling inzwischen selten geworden ist, sind seine speziellen Ansprüche an seine Lebensräume. Dieser Schmetterling legt seine Eier ausschließlich in die noch geschlossenen Blütenköpfe des Großen Wiesenknopfs. Diese Pflanze dient neben der Eiablage auch als Nahrungsressource. Pro Blütenkopf entwickelt sich nur eine Raupe, welche sich im vierten Larvenstadium auf den Erdboden fallen lässt. Die Raupen werden dann von Knotenameisen „adoptiert“ und in den Brutkammern der Ameisennester eingetragen, wo sie sich von der Ameisenbrut räuberisch ernähren. Nach der Verpuppung verlässt der azurblaue Tagfalter das Nest. Pro Ameisennest wird nur eine Raupe aufgezogen, so dass der Große Moorbläuling für den Erhalt einer stabilen Population ein dichtes Netz an Ameisennestern benötigt.