BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Fledermäuse (Microchiroptera spec.)

Braunes Langohr; Foto: Gernot Preschel

Ein typischer Bewohner von Dörfern und Großstädten ist die Zwergfledermaus, die wie viele andere Fledermausarten Nischen und Hohlräume z.B. an der Außenfassade der Gebäude als Quartierstandort bevorzugt. Ein Zwergfledermausquartier am Haus ist in der Regel nicht das ganze Jahr über belegt, denn Fledermäuse stellen je nach Jahreszeit unterschiedliche Ansprüche an ihre Quartiere. Die klimatischen Anforderungen an ein Sommerquartier unterscheiden sich völlig von denen eines Winterquartiers. Zudem gibt es im Jahresverlauf der Fledermäuse Quartierformen, die nur saisonal genutzt werden (z.B. Paarungsquartiere während der Paarungszeit). Im Gegensatz zu vielen anderen Fledermausarten überwintern Zwergfledermäuse nicht grundsätzlich in unterirdischen Quartieren, sondern können auch in tiefen Spalten und Fugen im Außenmauerwerk den Winter verbringen.

Von den 30 in Mitteleuropa lebenden Fledermausarten sind über die Hälfte in Brandenburg beheimatet. Allein in Brandenburg stehen aber 95 Prozent aller Fledermausarten auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Die Zwergfledermaus ist in Brandenburg noch nicht gefährdet. Da sie als Kulturfolger besonders von Sanierungsmaßnahmen betroffen ist, ist aber fraglich ob dies bei der aus Klimaschutzsicht erfreulichen „Sanierungswelle“ so bleiben wird.

Infos zum BUND-Fledermausprojekt

Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/themen_projekte/natur_und_artenschutz/artenschutz_an_gebaeuden/gebaeudebrueter/fledermaeuse_microchiroptera_spec/