BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Haussperling (Passer domesticus)

Spatz beim Sammeln von Nistmaterial; Foto: Sylvia Voigt / www.pixelio.de

Der Haussperling oder „Spatz“ dürfte wohl einer der bekanntesten und auffälligsten Stadtvögel sein. Im Gegensatz zu anderen „Gebäudebrütern“ bleibt der Haussperling das ganze Jahr in seinem Brutgebiet und sucht kein entferntes Winterquartier auf (Jahresvogel). Der Haussperling ist überwiegend ein Höhlenbrüter und nutzt diverse Nischen am Gebäude zur Anlage seines Brutplatzes. In der Brutzeit von März bis August können in guten Jahren 3-4 Jahresbruten mit bis zu sieben Jungtieren pro Brut großgezogen werden. Haussperlinge ernähren sich von Sämereien aller Art, benötigen aber für die Aufzucht ihrer Jungen insektenreiche Nahrung.

Die Bestände des Haussperlings sind seit Jahren rückläufig bzw. regional sogar stark rückläufig, so dass die Art mittlerweile in vielen Bundesländern in die sogenannte Vorwarnliste aufgenommen werden musste. Die Hauptgefährdungsfaktoren sind neben Brutplatzverlusten durch Sanierungsmaßnahmen auch ein zunehmender Nahrungsmangel aufgrund der „Verstädterung“ unserer Dörfer und Vororte. Dies zeigt sich insbesondere in der Aufgabe der Kleintierhaltung (z.B. Hühner) und der Intensivierung der Pflege von öffentlichen und privaten Grünflächen. Der Feldsperling, der mehr in dörflichen Bereichen zu finden ist, steht wie in vielen anderen Bundesländern auch schon, in Brandenburg auf der Vorwarnliste.

Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/themen_projekte/natur_und_artenschutz/artenschutz_an_gebaeuden/gebaeudebrueter/haussperling_passer_domesticus/