Grünbrücken (auch Wildbrücken genannt) verbinden von Straßen zerschnittene Lebensräume und mindern somit die Gefahr – auch für Autofahrer. Den Neubau von Straßen zu verhindern ist die beste Maßnahme, der Landschaftszerschneidung entgegenzuwirken. Wo das nicht mehr möglich ist, können sinnvoll geplante Grünbrücken Leben retten: Beispielsweise wurde die Grünbrücke über die A11 im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin im Zeitraum von 2005 bis 2008 rund 19.000 Mal von Wildtieren benutzt. Jedes Tier, das mit Hilfe einer Grünbrücke eine Straße ohne Lebensgefahr überwinden kann, stellt dabei auch gleichzeitig keine Gefahr für Autofahrer mehr dar.
Neben der Wildbrücke über die A 11 in der Uckermark gibt es bislang in Brandenburg noch eine Brücke über die A 13 bei Großräschen in der Lausitz und über die A 9 bei Niemegk im Fläming. Zwei weitere sind geplant: Eine Brücke soll über die A12 Berlin-Frankfurt (Oder) gebaut werden, eine weitere ist über die A11 geplant. Allerdings ist fraglich, ob die Landesregierung diese Pläne verwirklicht: Ursprünglich war auch eine weitere Grünbrücke über die A 9 bei Beelitz geplant. Für sie ist jedoch die Finanzierung gestrichen worden.