Die Alternative: Durch den Ausbau der B 189 in Sachsen-Anhalt und Brandenburg und der B 5 in Brandenburg können die Erreichbarkeitsprobleme in der Altmark und der Prignitz gelöst werden, während die Natur geschont und die belasteten Orte durch Ortsumfahrungen wirksam vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Die Ausbaulösung kostet nach den Berechnungen des BUND weniger als die Hälfte des Neubaus. Der BUND hat versucht, die Ausbau-Kosten möglichst genau zu ermitteln und kam auf rund 400 Millionen Euro für die rd. 118 km lange Ausbautrasse. Auch deren Finanzierung ist in Anbetracht knapper Baumittel und weggebrochener EU-Mittel „immer noch ein Kraftakt“, andererseits ist damit eine Einsparung von 660 Mio. € gegenüber dem Neubau der noch fehlenden Abschnitte der A 14 verbunden.
Wilfried Treutler, BUND-Kreisverband Prignitz, erläutert das Ausbaukonzept im Einzelnen: Ausgangspunkt sei die Überprüfung der offiziellen Verkehrsprognosen für die A14, die im Auftrag der Landesregierungen erstellt wurden, durch das vom BUND beauftragte Büro RegioConsult aus Marburg. Dieses habe nachgewiesen, dass die Prognosen inhaltlich und methodisch fehlerhaft und weit überhöht seien. An keiner Stelle sei der Neubau einer Autobahn gerechtfertigt. Durch einen 2+1-Ausbau der Bundesstraßen werden ausreichend Überholmöglichkeiten geschaffen. Und die Vorgaben der einschlägigen Richtlinien für die Erreichbarkeit der Oberzentren Magdeburg und Schwerin können eingehalten werden. Lärmschutzmaßnahmen für Anwohnerinnen und Anwohner müssen dort ergriffen werden, wo deren Häuser dicht an den ausgebauten Bundesstraßen stehen würden. Für die Orte Dolle, Buchholz, Ziegenhagen und Erxleben in Sachsen-Anhalt und für Premslin/Glövzin in Brandenburg werden 3spurige Ortsumfahrungen vorgesehen, um diese Orte vom Durchgangs- und Lkw-Verkehr zu entlasten, erläutert Treutler.
Hier können Sie das Konzept des BUND zum Ausbau der Bundesstraßen als Alternative zur A14 herunterladen.
Rückfragen bitte an: Wilfried Treutler, Tel.: 03877/74699